Eisenberger Feuerwehr feiert 150. Geburtstag

Eleonore Kroll zeigt die spendierte Feuerwehrtorte. Foto: Dieter UrbanEleonore Kroll zeigt die spendierte Feuerwehrtorte. Foto: Dieter Urban
 
Die Frauen und Männer der Eisenberger Feuerwehr feierten am Sonnabend mit einem Tag der offenen Tür den 150. Geburtstag der Wehr. Viele Leute kamen und gratulierten.
Eisenberg. Die Kameraden dankten es ihnen mit eindrucksvollen Aktionen, die das Publikum begeisterten. Mit an Bord zum Fest auf dem Hof der Wache waren ehrenamtliche Rettungskräfte des DRK-Kreisverbandes sowie Feuerwehrleute aus der gesamten Region. Schon am Freitagabend wurden die Leistungen jener Frauen und Männer gewürdigt, die im freiwilligen Einsatz anderen Menschen ob bei Bränden, Verkehrsunfällen, Hochwasser, Sturm und Hagel helfen. Am Sonnabend begann der Tag der Feuerwehr mit einem imposanten Umzug, der auf dem historischen Markt der Kreisstadt gestartet wurde und auf dem Festplatz am Gerätehaus endete. Angeführt wurde der Zug von den Musikern des Schalmeienorchesters Walpernhain. An der Spitze die Feuerwehrfahne der Eisenberger, Partnerwehren folgten und ein Augenschmaus für Fans von Feuerwehrtechnik bot das Aufgebot an historischen Fahrzeugen. Blitzblank gewienert rollten G5, W50, Barkas, Wartburg oder Granit über das Pflaster der Straßen und standen dann zur Besichtigung aufgereiht in Position. Auf dem Festplatz warteten schon weitere Überraschungen auf die Besucher. Die meisten der Aktiven und die Mitglieder des Feuerwehrvereins hatten auch am Jubiläumstag alle Hände voll zu tun. Sei es bei der Versorgung, mit der Erläuterung und Vorführung von Technik oder bei der Beantwortung vieler gestellter Fragen. Die Frauen hatten Kuchen gebacken und verteilten große Stücke der angeschnittenen Geburtstags-Torte. Eleonore Kroll hielt eine Torte in Händen, die die Form eines Leiterwagens hatte. "Die hat eine junge Frau gebracht; viel zu schade, um angeschnitten zu werden", sagte sie.
 
Lutz Wiesner und der stellvertretende Vereinsvorsitzende Hans Ohme kämpften derweil mit Hitze und Qualm am Feuer, über dem ein Schwein brutzelte. Lutz Urbansky zeigte den Interessierten die neueste Errungenschaft der Wehr: Das Bild des Heiligen Florians im "U-Boot". So nennen die Kameraden ihr Vereinszimmer. Lutz Urbansky führt im "U-Boot" das Ruder. Er sagte: "Wir haben uns gefreut, dass das Bild unseres Patrons zum Festtag fertig wurde. Gemalt hat es ein junger Mann aus Gera. Jetzt schmückt es die Wand des Raumes." Unvermittelt lenkten Sirenen und Blaulicht die Aufmerksamkeit der Leute auf sich. Eine Einsatzgruppe der Eisenberger Wehr zeigte eine Rettungsübung. Simuliert wurde ein Pkw-Unfall, bei dem eine Person eingeklemmt war. Die Einsatzkräfte zeigten, wie sie das Fahrzeug zerlegen, sichern und das vermeintliche Unfall-Opfer aus dem Wrack befreiten. Stadtbrandmeister Ronny Keutsch, der auch an diesem Tag nicht die Übersicht verlor, sagte: "Ich denke, wir haben das Erbe, dass uns die Gründer der Wehr im Jahr 1862 vermacht haben, bisher gut verwaltet. So wird es auch in Zukunft sein."
 
Dieter Urban / 17.09.12 / OTZ